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Ant-Man: Kleiner Held ganz groß

Das Marvel Cinematic Universe hat im Sommer einen kleinen, aber wichtigen Zuwachs gekommen: Ant-Man. Im Sommer lief der Film mit durchaus guten Ergebnissen und Kritiken an, nun ist er auch endlich fürs Heimkino erschienen.

Ant-Man_Cover

Interessant für das Marvel Cinematic Universe ist vor allem, dass Ant-Man eigentlich zur Grundbesetzung der Avengers gehört. In den ersten beiden Avengers-Filmen hat der Charakter jedoch noch keine Rolle gespielt – die Handlung setzt vielmehr zum Ende von Avengers: Age of Ultron ein. Ant-Man: Kleiner Held ganz groß weiterlesen

Geschenkideen hinter Türchen 4 im Blogger-Adventskalender 2015

Heute ist der 4. Dezember und damit öffnet sich an den Adventskalendern heute das vierte Türchen. Das ist auch beim Blogger-Adventskalender 2015 der Fall. Nachdem euch Sissi von Bananenschneckerl gestern einige Blogger-Adventsaktionen sowie zwei schöne Kinderbücher vorgestellt hat, bin heute ich dran. Übrigens bin ich heute zudem zuständig für das vierte Türchen der regionalen Tageszeitung. Wenn euch also eine Saarlouiser Ausgabe der Saarbrücker Zeitung über den Weg läuft, freut die sich über Leser 🙂

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Unser Thema heute ist eigentlich ein typisches Weihnachts-Thema: Ich möchte euch heute nämlich ein paar Geschenkideen mit auf den Weg geben. Das gleiche Thema, aber andere Ideen gab es übrigens schon im vergangenen Jahr – alles immer noch aktuell und damit lesenswert. Hier folgen nun drei neue Ideen für ein schönes Weihnachten. Geschenkideen hinter Türchen 4 im Blogger-Adventskalender 2015 weiterlesen

Die letzten Stunden – These Final Hours

Was würdet ihr tun, wenn in zwölf Stunden die Welt untergehen würde? Die letzten Stunden so richtig genießen? Einen Rettungsversuch starten? Oder einfach resignieren? Genau mit dieser Frage und mit ebendiesen letzten Stunden beschäftigt sich das australische Endzeitdrama „These Final Hours“, das heute auf DVD und Blu-ray erscheint.

TheseFinalHours_Cover

Eine riesige Feuerwalze, ausgelöst von einem Meteoriten, rollt über die Erde. Mit jeder Minute verschlingt sie einen Teil der Welt, ein Entkommen ist völlig aussichtlos. Noch zwölf Stunden bleiben, bis der flammende Tod auch Australien erreicht hat. Für James (Nathan Philips) ist klar, wie er die letzten Stunden seines Lebens verbringen will: Er verlässt seine Geliebte und macht sich auf den Weg zu einer großen Party, wo ihn auch seine Freundin erwartet. Doch auf seinem Weg stößt er auf das kleine Mädchen Rose, das er vor zwei Männern rettet. Die Kleine wurde von ihrem Vater getrennt und wünscht sich nichts sehnlicher, als diesen vor dem Ende der Welt wiederzufinden.

„These Final Hours“ beschreibt James‘ Weg durch genau diese letzten Stunden, bevor die Welt endgültig untergeht. Er begegnet dabei den verschiedensten Formen menschlicher Verzweiflung – denn jeder geht mit dem nahenden Ende anders um. Während die einen eine exzessive Party mit Drogen und Orgien schmeißen, ergeben sich die anderen ihrem Schicksal und somit dem sicheren Tod durch Selbstmord. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die sich mit endzeitlichen Motiven befassen, ist hier von vorneherein klar: Es wird keine Überlebenden geben.

Wenn die Welt untergeht, ist Russisch Roulette auch nur noch ein Spiel.
Wenn die Welt untergeht, ist Russisch Roulette auch nur noch ein Spiel.

Genau diese Endgültigkeit ist es, die dem Film seine äußerst beklemmende Atmosphäre verleiht. Zwar werden die Schicksale von James und Rose geschildert, aber am Rande spielen sich in „These Final Hours“ ganz viele Geschichten ab. Auf ihrem Weg treffen sie auf Verzweiflung, Wahnsinn, Schrecken aller Art. Es gibt kein Entkommen. Russisch Roulette ist plötzlich nur noch ein Partyspiel, da das Leben ja eh nichts mehr wert ist. Und selbst der unterirdische Schutzraum, von dem James‘ Freunde sich ihre Rettung erhoffen, wirkt in keiner Sekunde so, als würde er wirklich Schutz bieten. Weiterhin zur Stimmung trägt eine Radiosendung bei, aus welcher wir regelmäßig Ausschnitte hören. Der Moderator berichtet, wie viele Stunden noch bleiben – und wieviel von der Welt noch bleibt. Und das wird in jedem Augenblick weniger.

Verweiflung im Angesicht des Endes.
Verweiflung im Angesicht des Endes.

Mit „These Final Hours“ hat Regisseur Zak Hilditch dem Genre des Endzeit-Films einen neuen Vertreter hinzugefügt, der fast alles richtig macht. Hier gibt es keine Kämpfe ums Überleben, keinen letzten Ausweg, sondern nur in harten Bildern festgehaltene Verzweiflung. Da sieht man auch großzügig über die etwas übertriebene Farbgestaltung des Films hinweg und genießt einfach die ganz besondere Stimmung, die den Film von zahlreichen weiteren Schilderungen der Apokalypse unterscheidet. Es wird nicht der mutige Kampf einiger Überlebenden geschildert, es geht nicht mal ums nackte Überleben – es ist einfach alles vorbei und jeder versucht, sich auf das Ende vorzubereiten.

„These Final Hours“ erscheint heute auf DVD und Blu-ray bei Weltkino. Selbige bringen außer zwei Sprachfassungen noch eine Hand voll Trailer und ein Wendecover mit sich.

Es bleiben also zwei Sachen zu sagen: „These Final Hours“ ist ein Film, der sich auf jeden Fall lohnt. Und: Was würdet ihr tun, wenn in zwölf Stunden die Welt untergehen würde?


Cover und Bilder © Weltkino Filmverleih GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Photo Credit: David Dare Parker

Arthaus präsentiert Oscar-prämierte Meisterwerke

Nur noch zehn Tage, dann werden in Los Angeles wieder die Academy Awards vergeben. Zum mittlerweile 87. mal können sich dann Regisseure, Darsteller und viele weitere Filmschaffende über einen der begehrten Oscars freuen. Arthaus hat dies zum Anlass genommen, an 20 herausragende und vor allem preisgekrönte Filme zu erinnern. Gemeinsam mit dem KulturSPIEGEL kommen die Filme am 19. Februar auf DVD und Blu-ray heraus – in edler goldener Hülle und teilweise mit umfangreichem Bonusmaterial. Das teilzeitKREATIV-Team hat sich die Auswahl angeschaut und stellt euch heute seine Favoriten aus der Award Winning Collection vor.

Blu-ray

Zu Danielas Favoriten gehört Good Will Hunting (1997):

Will Hunting ist ein Mathegenie, der sich in seiner Freizeit lieber mit Saufen und Prügeln beschäftigt und nun Hilfe vom Therapeuten Sean bekommt. Der Film setzt das Hauptaugenmerk hier auf die Entwicklung der Figur Will. Neben der guten Schauspielleistung von u. a. Robin Williams, für die er einen Oscar bekam, wird der Film und die Charakterentwicklung auch deswegen so überzeugend und bewegend, da hier alles wunderbar zusammenspielt. So wurde das Drehbuch von Matt Damon und Ben Affleck ebenfalls mit einem Oscar ausgezeichnet. Anmerken muss man allerdings, dass die Art, wie hier die Psychotherapie dargestellt wird, natürlich reines Hollywood Kino ist. Die „It’s not your fault“-Szene fand ich zwar an sich berührend, realistisch ist sie dadurch aber nicht unbedingt.

Kaiser
Szene aus „Der letzte Kaiser“.

Carolin verbindet mit Der letzte Kaiser (1987) ganz besondere Erinnerungen:

Bernardo Bertoluccis „Der letzte Kaiser“ ist einer der Filme aus meiner Unizeit, an die ich mich gern zurückerinnere. Das Werk aus meinem Geburtsjahr 1987 überzeugt nicht nur durch eine völlig andere Geschichte als sonst in Hollywoodblockbustern, sondern vor allem durch die fantastische Kameraarbeit von Vittorio Storaro (achtet auf die Farben!) und den wirklich beeindruckenden Soundtrack von u. a. Ryuichi Sakamoto, der nicht ohne Grund mit einem Oscar prämiert wurde (übrigens nur einer von neun Oscars insgesamt). Einzig und allein die Länge hindert mich daran, „Der letzte Kaiser“ häufiger zuschauen.

Aber Carolin mag auch Der Englische Patient (1996):

Unter meinen Freunden eher unbekannt, aber 1997 mit neun Oscars (u. a. bester Film) ausgezeichnet: „Der englische Patient“. Ralph Fiennes spielt ebenjenen, der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schwer verwundet von der Krankenschwester Hana gepflegt wird. Nach und nach entwirrt sich in 160 Minuten dessen Lebensgeschichte. Wahnsinnig gut konzipiert und eine tolle Literaturverfilmung!

Szene aus Million Dollar Baby.
Szene aus „Million Dollar Baby“.

Tabea kann euch Million Dollar Baby (2004) empfehlen:

Million Dollar Baby ist ein mit vier Oscars ausgezeichnetes, amerikanisches Drama aus dem Jahr 2004, das meiner Meinung nach zu einer der Glanzleistungen von Clint Eastwood gehört. Dieser hat den Film um eine junge Boxerin und ihren Trainer nicht nur mitproduziert, sondern ist auch als Hauptdarsteller und Regisseur tätig und für die Musik verantwortlich gewesen. Die zweite Hauptfigur wird von Hilary Swank dargestellt, die für ihre Leistung mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Aus der Kurzgeschichte aus der Sammlung „Champions. Geschichten aus dem Ring“ von F.X. Toole hat Eastwood einen mehr als ungewöhnlichen Sportfilm geschaffen, der in wundervollen Aufnahmen nicht nur eine einzigartige Beziehung entstehen lässt, sondern sich auf eindringliche Art den ganz großen Themen widmet.

Barbara ist ein großer Freund von Gottes Werk und Teufels Beitrag (1999):

„Gute Nacht, ihr Prinzen von Maine, ihr Könige von New England!“ – mit diesen Worten verabschiedet sich Dr. Larch abends von den Waisen, die er betreut. Und allein die Intensität, die Michael Caine in diese wenigen Worte legt, rechtfertigen bereits den Oscar, den er für seine Rolle in „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ erhalten wird. Preisgekrönt ist auch das Drehbuch von John Irving, von dem auch die gleichnamige Romanvorlage stammt. Die Geschichte um Waisenhausleiter und Abtreibungsarzt Larch und seinen von Tobey Maguire verkörperten Quasi-Ziehsohn Homer Wells ist ein wunderbares Stück rund um Fragen der Moral – inszeniert von einem immerhin nominierten Lasse Hallström, der insgesamt zu meinen Lieblingsregisseuren überhaupt zählt.

Das sind die weiteren 15 Filme, die in der Award Winning Collection bei Arthaus erscheinen:

  • 12 Uhr mittags – High Noon (1952)
  • Apocalypse Now (1979)
  • Aviator (2004)
  • Chicago (2002)
  • Citizen Kane (1941)
  • Der ewige Gärtner (2005)
  • Leaving Las Vegas (1995)
  • Das Leben ist schön (1998)
  • Das Piano (1993)
  • Pulp Fiction (1994)
  • Die Reifeprüfung (1967)
  • Die Reise der Pinguine (2005)
  • There Will Be Blood (2007)
  • Tiger & Dragon – Der Beginn einer Legende (2000)
  • Zimmer mit Aussicht (1987)

Cover-Abbildung und Fotos © Studiocanal/Arthaus